Blaue Flecken für die Gesundheit

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Rückenschmerzen oder Verspannungen! Weit verbreitete Wörter in unserer heimischen Gesellschaft. Es gibt vielerlei Auslöser oder Ursachen für diese “Erkrankung“. Wir erleiden diese Schmerzen nach dem Sport, durch zu wenig Sport oder auch durch falsche Bewegungen. Ihr seht also, es unendlich viele Gründe für Verspannungen, besonders im Rücken- und Nackenbereich gibt.

 

Um diese lästigen und unangenehmen Schmerzen zu lindern, betreiben wir Sport, machen Turnübungen, lassen uns physiotherapeutisch behandeln oder massieren. Ich persönlich liebe es, massiert zu werden und dabei zu spüren, wie sich die Verspannungen nach und nach lösen. Doch diese Heilungsmethode kostet viel Geld bei häufiger Inanspruchnahme. Aus diesem Grund habe ich mich nach einer kostengünstigeren und auch flexibleren Behandlungsmethode umgesehen. Schlussendlich bin ich dann auf die altbewehrte und jahrtausendlang angewendete Therapiemethode des Schröpfens gestoßen.

 

Das Schröpfen wird nicht nur bei Verspannungen, sondern auch bei Erkältung, Rheuma oder chronischen Schmerzen angewendet und soll das Immunsystem stärken. Ebenso wird es auch bei Hitzewallungen und Bluthochdruck empfohlen. Entstanden ist diese natürliche Verfahren vor Jahrtausenden von Jahren in China und gehört daher zur altbewehrten chinesischen Medizin.

 

Die Gefäße sind meist aus Glas, kugelförmig mit einer kreisrunden Öffnung. Äußerlich erinnern sie ein bisschen an Glocken. Um Schmerzen zu behandeln wird die Öffnung auf bestimmte Punkte der Haut gesetzt und dann mithilfe von Unterdruck (erzeugt durch Absaugen der Luft im oberen Teil des Gefäßes) durchgeführt. Schröpfen wirkt sich vorteilhaft auf die körpereigenen Flüssigkeiten aus, bringt diese ins richtige Gleichgewicht und regt den Energiefluss des Körpers an. Das Schröpfen erfolgt hauptsächlich am Rücken, da hier die Reflexzonen liegen, die mit einzelnen Organen im Körper in Verbindung stehen. Nach der Behandlung bleiben oft blauen Flecken durch den zuvor erzeugten Unterdruck zurück.

 

Grundsätzlich gibt es zwei Anwendungsmethoden beim Schröpfen. Die “trockene“ und die “blutige“ oder “nasse“ Behandlung.

 

Bei der “trockenen“ Therapiemethode wird wie gerade eben erläutert, durch das Absaugen der Luft oder auch durch das Erhitzen mithilfe einer Flamme versucht, ein Vakuum auf der Haut zu erzeugen. Dieses Vakuum führt dann wiederum zu einem Unterdruck.

 

Bei der „blutigen“ oder „nassen“ Schröpfmethode werden Körperflüssigkeiten und Giftstoffe beseitigt. Bevor die Schröpfgläser auf die entsprechende Hautstelle gesetzt werden, wird die Haut mithilfe eines kleinen Messers leicht eingeritzt. Das im gestauten Gewebebezirk vorhandene Blut tritt aus. Auch Lymphe und Giftstoffe sollen so beseitigt werden.

 

Soooooo nun zu meinem Selbstversuch der “trockenen“ Therapiemethode. Vor Verfassen dieses Artikels habe ich mir auch Schröpfgläser bestellt, um zu testen, ob diese Heilungsmethode echt funktioniert. Da ich oft unter Rückenschmerzen leide, habe ich mir die Schröpfgläser an die verspannten Stellen am Rücken setzen lassen.

 

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Ich muss sagen, dass diese Behandlung der chinesischen Medizin ein wenig geholfen hat. Jedoch würde ich sie gerne einmal bei einem Profi durchführen lassen um den Unterschied zu sehen.

 

Die “blutige“ oder “nasse“ Schröpfmethode unbedingt bei einem Fachmann, sprich einem Arzt durchführen lassen!

 

Wenn ihr auf sofortige Hilfe und eine flexible Anwendung Wert legt, dann ist das Schröpfen sicherlich eine gute Alternative zum Massieren beispielsweise.

 

Und denkt dran, auch blaue Flecken am Rücken können entzücken. 😉

 

 

BIldquelle: Stranzinger Delia